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Herzliche Dezembergrüße vom südlichen Afrika.

Obwohl ich seit März dieses Jahres nicht mehr in Simbabwe war, habe ich guten Kontakt mit unseren Freunden durch E-Mail und das Handy. Den Ärmeren schicke ich Geld und Handy, damit wir in Verbindung sein können. Alle 3 Monate fahren wir nahe an die Grenze von Simbabwe, wo ich Lebensmittel, Reinigungsmittel, Kunstdünger, Samen, Medizin, Kleidung, christl. Literatur etc. nach Harare sende.

Wie schicke ich die Sachen? Ich packe Einkaufstaschen mit dem Namen und wenn möglich mit der Telefonnummer des Empfängers. Dann fahre ich in das Einkaufszentrum, wo die Leute von Simbabwe einkaufen gehen. Auf dem Parkplatz suche ich Autos mit den simbabwischen Kennzeichen. Nun fängt das Warten, Hin- und Hergehen und diese Autos nicht aus den Augen lassen an.

Wenn ich jemand zu seinem Auto gehen sehe, laufe ich zu ihm hin, begrüße die Person freundlich, stelle mich vor und frage, ob sie nach Harare fahren. Wenn ja, dann bitte ich sie, ob sie wenigstens 2 Einkaufstaschen mitnehmen können. Gott segne die Simbabwer, obwohl ihr Auto übervoll ist, nehmen sie immer die Taschen mit. Sie geben mir ihre Telefonnummer in Harare und sagen mir, wann sie voraussichtlich wieder in Harare sind. Anschließend schicke ich dem Empfänger der Taschen in Simbabwe eine SMS mit dem Namen und Nummer der Person, die fährt und wann sie anrufen können. Bis jetzt ist immer alles angekommen. Das mache ich ca. 1 Woche lang, und auf diese Art und Weise sende ich Hunderte von Kilo Proviant nach Harare. image003

Das ist ein Foto von einem modernen Supermarkt in Harare. Nun verstehen Sie sicher, warum die Leute, die Geld haben, nach Südafrika zum Einkaufen gehen. Die Armen essen Wurzeln, wilde Beeren, Käfer und Insekten. Außerhalb der Banken etc. sieht man Schlangen von Menschen, die tagelang warten, um etwas Geld abzuheben. Viele übernachten vor der Bank, damit sie vorne an der Reihe stehen.

Die Krankenhäuser haben keine Einweghandschuhe, Wickelverband, Desinfektionsmittel, Medizin usw. Die Städte haben keine  Chemikalien für das Leitungswasser und meistens gab es kein Wasser im Wasserhahn.  Der Cholera Ausbruch war unvermeidlich. Männer, Frauen und Kinder holen sich Wasser von morastigen Bächen und trüben Becken. Die Leute, die einen Brunnen in ihrem Garten haben, teilen ihr Trinkwasser mit ihren Freunden und der Nachbarschaft. Ich schickte SMS zu unseren armen Freunden und unterwies sie, ihr Trinkwasser gut zu kochen, sich die Hände oft zu waschen, vor allem vor dem Kochen oder Essen und nach der Toilette. Und was zu tun ist, falls sie starken Durchfall bekommen. (Eine Mischung von sauberem Trinkwasser, Zucker und Salz.)

Die Leute in Simbabwe sind so dankbar für jede Hilfe, Telefonanrufe und M-Mail. Es ist schön zu hören, wie jede Kleinigkeit einen langen Weg geht und hilft. Ich möchte mich wieder bei Marga für all ihre Spenden bedanken und bei Helga, meiner Schulfreundin, die das volle „Sparschweinchen“ für unsere Arbeit schlachtete. Alles Liebe und Gottes Segen Traudl [Bericht von 2008]

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