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Simbabwe 2007

bab-pic1Unsere Simbabwe Hilfe dieses Jahr besteht daraus, Lebensmittelpakete  mit Bekannten nach Simbabwe zu bringen und mit Geld zu helfen. Jede Kleinigkeit bedeutet viel für die Armen. Falls jemand dringend Medizin braucht, schicken wir sie mit DHL nach Harare. Wenn Freunde von Simbabwe nach Südafrika zum Einkaufen kommen, beraten wir sie, wo sie günstig einkaufen können und sind ein kostenloses Taxi für diejenigen, die mit dem Bus kommen.
bab-pic2Unser Verwalter von Harare, Stephen mit Sohn Luke und Andrew. Stephen war in Südafrika, um Spenden für unser Schulprogramm in Simbabwe zu bekommen. Wir organisieren von Südafrika her die Bezahlung der Schulgebühren für 161 Waisen.
bab-pic3Ein Großhändler gab uns etwas beschädigte  Lebensmittel, Waschpulver, Kerzen, Seife und Zahnpaste für Simbabwe. Zurzeit sind die Läden in Simbabwe wieder leer. Die Regierung zwingt die Geschäftsinhaber die Preise um 50 % zu reduzieren, um die Inflation (9000 %) zu bremsen. Soldaten, Jugend-Militia und die gehen von Laden zu Laden und wählen  Produkte aus, die sie reduziert haben wollen. Diese Produkte müssen dann um weniger verkauft werden, als sie eingekauft wurden. Wenn sich die Geschäftsinhaber weigern, die Preise um die Hälfte zu verringern, werden sie geschlagen, die Läden wird geplündert und sie werden ins Gefängnis geschmissen.
bab-pic4Auf der Rückfahrt nach Simbabwe nahm Stephen eine volle Autoladung von Lebensmitteln mit. Eine Bekannte schrieb mir, was sie gesehen hat und was oft passiert – eine Gruppe von jungen Männern wartetet vor einer Großhandlung auf die Preisänderung, um alles aufzukaufen, was um die Hälfte reduziert wird.  Der Parkplatz der Großhandlung ist voll mit luxuriösen Autos, die Männer mit ihren „Handys“, die Frauen in modernen Jeans und künstlichen Haarteilen. Die eleganten Wägen balgen mit diesen reduzierten Waren, viele haben Anhänger, die mit Gütern vollgestopft sind!
bab-pic5 Jacaranda_trees_in_Montagu_Ave,_Harare,_Zimbabwe_in_1975
Jacarandabäume in Harare (Foto von Graham Bould) Monster Bougainvillea (Foto von Alex Edelstein)
 Der Oktober in Simbabwe ist wie jedes Jahr überwältigend. Die Straßen in den Städten sind wunderbare Alleen mit lila blühenden Jacaranda Bäumen, die mit ihren Blüten die Straßen in einen lila Teppich verwandeln. Die Bougainvilleas sind auch in voller Blüte, weiß und hell und dunkelviolett. Es ist kaum zu glauben, dass in dieser heißen, blühenden Oktober Schönheit so viel Traurigkeit ist.Seit über 3 Monaten finden sich als Folge der oben erwähnten Maßnahmen absolut keine Lebensmittel mehr in den Läden. Natürlich kann man damit die Inflation nicht senken, und die Geschäfte bleiben ohne Waren.  Die Geschäftsleute haben schlaflose Nächte, aber sie können das Geschäft oder den Betrieb nicht schließen, weil sonst die Regierung ihr Geschäft in Besitz nimmt.Meine Aufgabe ist es, Lebensmittel etc. durch Freunde nach Harare zu bringen, was jedes Mal ein Wunder ist. Aber in diesem Land leben die Menschen nur durch Wunder. Ich tue mein Bestes und Gott tut den Rest. Bis jetzt ist alles angekommen.Ich wünsche allen alles Liebe und Gottes Segen.Traudl und Familie
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