Startseite » Ein abenteuerlicher Einsatz

image001Wo immer wir mit unserem VW Camper mit simbabwischem Nummernschild in Süd Afrika sind erregen wir die Aufmerksamkeit der Simbabwer im Exil. Sie kommen zu uns und wollen einfach mit uns plaudern. Wir haben eine besondere Verbindung miteinander.

Zwischendurch treffen wir illegale Auswanderer, die von der Polizei belästigt und deportiert wurden. Aber nach ein paar Tagen sind sie wieder in Südafrika. Sie können nicht in Simbabwe überleben und in Südafrika finden sie zwischendurch etwas Schwarzarbeit, und es gibt christliche Stellen, wo die Armen eine einfache Mahlzeit bekommen. Wir haben in unserem Auto immer Brot und Kleidung, womit wir etwas helfen können und  ermutigende, christliche Literatur.  Wir geben Menschen, die wir nicht gut kennen im Allgemeinen kein Geld.

Im November 2006 besuchte ich wieder Harare.

Ein Freund von Harare kommt extra nach Südafrika, um mit mir im Camper nach Harare und wieder zurück nach SA zu fahren. Eine südafrikanische Busfirma spendiert den Fahrschein für die Busreise. Für unsere 800 km Reise nach Harare beten wir immer sehr. Unser VW Camper ist 21 Jahre alt und man weiß nie genau, ob alles gut läuft. Alles verlief gut bis ca. 60 km vor Harare. Es war schon dunkel (ca.20.oo) als uns ein LKW entgegen kam, welcher die ganze Landstraße einnahm. Rama, der den Kombi fuhr, konnte dem Lastwagen ausweichen indem er langsam bremste und etwas in den Busch fuhr. Die Autoräder machten einen schrecklichen Krach. Schließlich brachte Rama den Camper zum Halten. Wir stiegen mit der Taschenlampe aus, um den Schaden zu sehen und ca. 2 m vor uns war ein Abgrund. Wenn wir nur etwas weiter gefahren wären, wäre der Camper umgefallen und wer weiß was alles passiert wäre! Wir waren Jesus und Seinen Engeln so dankbar für Seinen Schutz! Und die Reifen waren nicht platt. Wir fuhren langsam weiter da die Felgen beschädigt waren.

image003In Harare fuhr ich mit unserem noch älteren Landrover herum, traf unsere früheren Mitarbeiter und half den Familien mit Lebensmitteln, Kleidung, Decken, etwas Medizin usw. Fast all diese Sachen wurden von südafrikanischen Firmen und hilfsbereiten Freunden gespendet. Ich brachte auch Neue Testamente, christliche Literatur, CDs und DVDs für unsere Mitarbeiter. Sie werden diese in den nächsten Monaten austeilen.

Unsere Freunde in Harare waren so froh mich zu sehen und fast jeden Abend wurde ich von jemand anderen zum Essen eingeladen. Das war ein großer Segen für mich, da ich in Harare in einem kleinen Wohnwagen lebe, in dem es ziemlich umständlich ist zu kochen.

Der VW Camper erforderte auch etwas Aufmerksamkeit. Da Andrew, mein Mann, nicht mit mir war, war es meine Verantwortung zu sehen, dass alles repariert wurde und dass der Camper wieder reisesicher wurde. Unsere Freunde reparierten umsonst die Felgen, die Handbremse und schweißten den Reserve Tank.  Aber da war noch immer ein Geräusch an den Rädern, das mich etwas besorgt machte. Eine Werkstatt hatte einen jungen, deutschen, gründlichen Mechaniker. Er fand heraus, dass die Bolzen, die in die Radkappe gehen, wackelten. Er arbeitete 2 Stunden erfolgreich an den Hinterrädern und ich betete stark das Gott ihm Geschick und Erfolg gäbe.

Schließlich war es soweit wieder nach Südafrika zurück zu reisen. Wir fuhren mit viel Gebet die 800 km nach SA und kamen sicher und müde an. Andrew war so froh, dass alles gut ging. Alles Liebe und Gottes Segen von Traudel

 

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